Sehr geehrte Aktionärinnen,
Sehr geehrte Aktionäre

Unser Geschäftsmodell hat im abgelaufenen Jahr bewiesen, dass es auch in einem schwierigen und hart umkämpften Retailmarkt besteht und es uns erlaubt, ambitiöse wirtschaftliche Ziele zu erreichen.

Im Jahr 2016 konnten wir die Übernahme von Naville abschliessen und das Retailgeschäft mit den rund 180 Naville-Standorten integrieren sowie das Logistik- und Distributionsgeschäft Naville Distribution erfolgreich verkaufen. Damit steht Valora nun als fokussierter Retailer da, der sich ganz auf sein Kerngeschäft und weiteres Wachstum in diesem konzentrieren kann.

Unser ausgezeichnetes Netzwerk an Top-Standorten haben wir im vergangenen Jahr weiter optimiert und teilweise ausgeweitet. Zusammen mit den Sortiments- und Kosteninitiativen schlägt sich dies in einer insgesamt deutlich besseren Marge nieder.

Ganz besonders freut uns, dass wir mit der konsequent umgesetzten Fokussierungsstrategie das Vertrauen von Investoren und Analysten wiedergewinnen konnten. Es zahlt sich aus, dass wir unsere anspruchsvollen Ziele bezüglich Profitabilität, Wachstum und operationeller Exzellenz klar kommuniziert haben und diese auch einhalten konnten. Wir haben 2016 mit CHF 72 Millionen unsere EBIT-Ziele übertroffen und die Rendite auf dem eingesetzten Kapital wie 2015 angekündigt auf über 8 % gesteigert. Die EBIT-Marge konnten wir weiter verbessern und kommen mittlerweile näher an unser 4 %-Ziel, welches wir ab 2018 erreichen möchten. Diese positive operative Entwicklung stärkt unsere Kapitalbasis und erlaubt es uns, das angestrebte weitere Wachstum zu finanzieren. Wir erwarten deshalb in Zukunft wieder ein leicht höheres jährliches Investitionsvolumen als in den vergangenen Jahren.

Umsatzwachstum soll durch die Standortexpansion und durch den weiteren Ausbau der Kategorien Food und Services erzielt werden. In unserer Food Service Division investieren wir in den weiteren Ausbau unserer Produktion bei Laugen- und Backwaren sowie in die internationale Expansion. Auch wollen wir uns mit neuen Angeboten vermehrt als Dienstleistungspartner positionieren, um die neuen Kundenbedürfnisse und aktuellen Gesellschaftstrends im digitalen Zeitalter zu reflektieren. Dazu sind Innovationen gefragt. Dabei spielt unser Valora Lab eine wichtige Rolle, das einfache und praktische digitale Lösungen entwickelt. Unsere Digitalisierungsprojekte erlauben es uns, unsere Angebote noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Diese grosse Dynamik fordert unsere gesamte Organisation täglich. Wir, der Verwaltungsrat und die Konzernleitung, sind uns dessen bewusst und möchten unseren Mitarbeitenden für ihren grossen Einsatz herzlich danken. Wir freuen uns sehr darüber, wie alle Beteiligten mit grossem Engagement mitziehen und die Zukunft von Valora aktiv mitgestalten. Genau dies brauchen wir auch, denn um im Wettbewerb erfolgreich zu sein und wachsen zu können, müssen wir flexibel und schnell sein. Schneller als unsere Wettbewerber.

Neben all diesen Wachstumsinitiativen prüfen wir auch immer wieder Akquisitionen. Eine solche konnten wir Anfang 2017 mit der Übernahme der Firma Pretzel Baron in den USA tätigen. Dieser junge, aufstrebende Laugenbackwaren-Produzent erlaubt es uns, die Kapazitäten in diesem wachsenden Geschäftsbereich weiter zu erhöhen und so das Potenzial, das uns der amerikanische Markt bietet, in Zukunft gezielter zu nutzen.

Wir haben im vergangenen Jahr zahlreiche Initiativen in die Wege geleitet, die eine ausgezeichnete Basis für unsere mittel- und langfristigen Wachstumspläne bilden. Mit unserer gestärkten Organisation sind wir in der Lage, diese Pläne umzusetzen und Valora als starker, agiler Retail- und Convenience-Anbieter zu positionieren. So bleiben wir attraktiv für unsere Aktionärinnen und Aktionäre und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

An dieser Stelle danken wir all unseren Kunden für ihre Treue und unseren Geschäftspartnern für die wertvolle Zusammenarbeit. Wir wissen dies zu schätzen und setzen alles daran, für sie auch in Zukunft ein verlässlicher und engagierter Partner zu sein.

Auch Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für Ihre Unterstützung und Ihr grosses Vertrauen in uns. Wir freuen uns, der Generalversammlung eine Dividende von CHF 12.50 vorschlagen zu dürfen.

Wir möchten Sie auch noch über die anstehenden Wechsel im Verwaltungsrat von Valora informieren. Rolando Benedick tritt wie angekündigt von seinem Amt zurück. Als Nachfolger für das Verwaltungsratspräsidium wird Franz Julen, der seit 2007 Verwaltungsrat ist, vorgeschlagen. Seine Wahl sowie die Wahl eines neuen Verwaltungsrats finden an der Generalversammlung am 30. März 2017 statt.

Rolando Benedick Rolando Benedick Präsident des Verwaltungsrates

Michael Mueller Michael Mueller CEO

Rolando Benedick, Präsident Verwaltungsrat Rolando Benedick, Präsident Verwaltungsrat

Liebe Aktionärinnen,
liebe Aktionäre

Ende Januar 2008 habe ich das Amt als Verwaltungsratspräsident von Valora übernommen. Valora durchlief damals eine turbulente Zeit in personeller und geschäftlicher Hinsicht. Das Unternehmen war ein Konglomerat, wobei praktisch jede Division vor grossen Herausforderungen stand: gesättigte, häufig rückläufige Märkte, tiefgreifende strukturelle Veränderungen im Gross- und Detailhandel, teilweise subkritische Grössen und unterinvestierte Teilbereiche. Dazu kamen die immer schneller wechselnden Bedürfnisse der Konsumenten, getrieben auch durch die sich ausbreitende digitale Kommunikation.

Wir haben damals uneingeschränkt auf die Stärkung unserer Kernkompetenzen und unsere Marktposition gesetzt. Letztendlich bedeutete dies, uns auf den kleinflächigen Einzelhandel an Hochfrequenzlagen zu fokussieren und uns den ändernden Kundenbedürfnissen anzupassen. Dabei verkauften wir Geschäftsbereiche wie das Pressegrosshandelsgeschäft, die Trade Division und erst kürzlich Naville Distribution, die alle nicht zu unserem Kerngeschäft gehörten. Wir haben im Gegenzug Convenience Concept in Deutschland, Ditsch und Brezelkönig sowie die Kioskkette Naville zugekauft – Akquisitionen, die unsere Wachstumschancen erhöhen und die Profitabilität klar verbessert haben. Mit der eigenen Produktion sind wir zudem weltweit einer der führenden Hersteller von Laugengebäck. Die vor wenigen Wochen erworbene Produktionsstätte in den USA eröffnet uns weiteres Potenzial in einem spannenden Markt. Die Auflistung ist nicht vollständig, aber offenbart die klare Richtung der letzten Jahre. Heute ist Valora klar positioniert auf zwei Standbeinen: einem starken Vertriebsnetz und einer zunehmenden vertikalen Integration.

Gleichzeitig mit der strukturellen Veränderung setzte der Verwaltungsrat ein Schwergewicht in der fundamentalen Vereinfachung der ehemals komplexen Struktur der Valora. Eine einfache, effiziente und auf die Kunden ausgerichtete Organisation ist nebst der richtigen strategischen Ausrichtung Grundvoraussetzung für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg – das war damals richtig und gilt auch heute noch. Wir haben gemeinsam mit dem Verwaltungsrat, dem Management und vielen engagierten Mitarbeitenden, Valora über die Jahre nachhaltig verändert. Die Organisation ist heute agiler, unternehmerischer und innovativer aufgestellt und die Unternehmenskultur offen und direkt.

Während meiner Amtszeit konnte ich auf sehr gute Führungsteams bauen. Zusammen mit ihren Teams haben sie täglich Höchstleistungen erbracht und Valora zu einem modernen, kundenorientierten Unternehmen gewandelt. Dank ihnen steht Valora heute klar fokussiert, profitabel und mit spannenden Wachstumschancen da. Die beharrliche Verfolgung der Fokussierungsstrategie und die organisatorischen Veränderungen haben sich gelohnt und sind für mich eine grosse Genugtuung.

Ich habe mein Amt mit grosser Freude und Leidenschaft ausgeübt. Nun freut es mich, das Unternehmen an der kommenden Generalversammlung nach dieser Transformation in die Hände meines designierten Nachfolgers zu übergeben. Es ist für mich der richtige Zeitpunkt Valora als Verwaltungsrat zu verlassen und als Aktionär die weiteren Geschäftserfolge zu beobachten. Ich bin zudem überzeugt, dass Franz Julen als mein designierter Nachfolger mit seiner grossen internationalen Erfahrung im Einzelhandel sowie im Franchising das Amt des Verwaltungsratspräsidenten der Valora bestens erfüllen wird. Ich wünsche ihm viel Erfolg und Genugtuung dabei. Ebenfalls möchte ich mich bei meinen anderen Verwaltungsratsmitgliedern bedanken; wir hatten über die Jahre intensive, konstruktive Diskussionen und pflegten eine gute Zusammenarbeit, wofür ich ihnen äusserst verbunden bin.

Ihnen liebe Aktionärinnen und liebe Aktionäre danke ich an dieser Stelle für das anhaltende Vertrauen, das Sie mir persönlich geschenkt haben. Gerne bedanke ich mich auch bei allen Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Kunden für ihr Engagement, ihr Vertrauen und ihre Treue. Valora ist für die nächste Wachstumsphase bestens aufgestellt.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft nur das Beste, vor allem viel Freude mit Ihrem Unternehmen.

Freundliche Grüsse
Rolando Benedick

Michael Mueller, CEO Valora Michael Mueller, CEO Valora

«Wir konnten die Transformation der Gruppe zu einem fokussierten Convenience und Food Service Anbieter erfolgreich abschliessen.»

Michael Mueller, hat Valora die Transformation im Jahr 2016 endgültig geschafft?

Ich bin heute davon überzeugt, dass wir in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht eine sehr gute Basis gelegt haben, auf der sich aufbauen lässt. Bereits im abgelaufenen Jahr konnten wir dank den grossen Umsetzungsfortschritten im Zusammenhang mit unserer fokussierten Strategie und des weitestgehend abgeschlossenen Transformationsprozesses ein Ergebnis über den Erwartungen erzielen. Und ganz wichtig: Wir haben in dieser Zeitspanne gehalten, was wir versprochen haben. Wir müssen uns jedoch auch in Zukunft weiterentwickeln, um mit dem Wandel der Kundenbedürfnisse mitzuhalten.

Sie sind also zufrieden mit dem Geschäftsgang 2016?

In einem Umfeld, wo alle Detailhändler klagen, verzeichneten wir einen Anstieg der Aussenumsätze um + 0.9 % auf CHF 2 574 Mio. und mit guten operativen Ergebnissen in allen unseren Geschäftsbereichen. Retail Schweiz erzielte eine signifikante Steigerung trotz einem leichten Umsatzrückgang. Retail Deutschland/Luxemburg kann das Ergebnis erneut steigern auch aufgrund einer positiven Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche von +2.0%. Auch das Segment Food Service erzielte eine starke Umsatzsteigerung, insbesondere bei Brezelkönig. Das operative Ergebnis im Bereich Food Service ist im Hinblick auf die Belastung durch verteuerte Faktorkosten ebenfalls zufriedenstellend.

Was waren die Meilensteine im Jahr 2016?

Wir messen den Fortschritt entlang von vier strategischen Dimensionen: Effizienz, Wachstum, Innovation und einer leistungsorientierten Unternehmenskultur. Bei allen Dimensionen, aber insbesondere im Bereich der Effizienzsteigerung konnten wir in diesem Jahr Fortschritte erzielen.

Mit dem Verkauf von Naville Distribution konnten wir die Transformation der Gruppe zu einem fokussierten Convenience und Food Service Anbieter abschliessen. Im Fokus standen im letzten Jahr auch die weitere Optimierung unseres Verkaufsstellennetzwerks in der Schweiz und Deutschland und die Expansion im Bereich der Retail Formate Ditsch/Brezelkönig. Gleichzeitig wurde die integrierte Wertschöpfungskette mit den Eigenmarken ok.– in Deutschland, Caffè Spettacolo in der Schweiz und in Deutschland sowie der zunehmende Einsatz unserer Ditsch Backwaren in unseren Convenience-Geschäften gestärkt. Schliesslich haben wir den Ausbau der Produktionskapazitäten von Laugen- und Backwaren für Drittkunden weiter vorangetrieben. Aber auch bei kulturellen und organisatorischen Themen haben wir wichtige Schritte eingeleitet.

Die Integration von Naville ist nun definitiv abgeschlossen?

Auf der einen Seite haben wir das Retailgeschäft von Naville erfolgreich in unsere Organisation integriert. Auf der anderen Seite konnten wir die Transaktion mit dem Verkauf von Naville Distribution an die 7Days Gruppe und dem Verkauf der Naville-Immobilie in Genf erfolgreich abschliessen. Die Trennung vom Logistik- und Distributionsgeschäft von Naville war ein logischer Schritt im Rahmen unserer fokussierten Strategie. Die Übernahme von Naville sowie die bereits im Vorjahr eingeleitete Reorganisation unseres angestammten Schweizer Retailgeschäfts erlaubte es uns, im Jahr 2016 Synergien zu nutzen, beispielsweise indem wir eine einheitliche Plattform oder gleiche Promotionsaktivitäten für deutlich mehr Verkaufsstellen nutzen können.

Sie sprechen viel von gesteigerter Effizienz und Synergien. Lag der Fokus im letzten Jahr also vor allem auf der Kostenseite?

Selbstverständlich ist ein grosses Kostenbewusstsein für uns wichtig. Generell streben wir eine hohe operative Effizienz an, um im harten Wettbewerb erfolgreich sein zu können. Dazu gehört auch, dass wir eine zunehmend einheitliche Plattform für alle unsere Geschäfte schaffen wollen. Wir wollen als Organisation die Kräfte bündeln, dynamischer, entscheidungsfreudiger und innovativer werden. Grundsätzlich stelle ich fest, dass unsere Mitarbeitenden mit viel Motivation und Engagement mitziehen und eine positive Veränderung bereits spürbar ist. Wir sind schneller und offener für Neues geworden.

Sie haben in der Vergangenheit erwähnt, dass Valora in Zukunft noch stärker als Dienstleistungspartner wahrgenommen werden soll. Wie soll sich das konkret äussern?

Wir haben bereits im Jahr 2016 diverse neue Angebote lanciert, die diesem Ziel entsprechen. Beispielsweise das Geschäft mit aufgeladenen Handyakkus von battere oder die Möglichkeit, Flugtickets von Air Prishtina im Kiosk zu bezahlen. Parallel sind wir dabei, bestehende Angebote – zum Beispiel den Paketdienst – auszubauen und neue Loyalitätsprogramme für unsere Kunden zu lancieren.

Unser Ziel ist es, für die Kunden das Einkaufserlebnis zu verbessern und den direkten Kundenkontakt für neue Dienstleistungen zu nutzen. Dabei setzen wir auch stark auf die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation. Insbesondere in Deutschland haben wir noch viel Potenzial, weil wir bei der Einführung von neuen Dienstleistungen noch nicht überall gleich weit sind wie in der Schweiz.

Haben Sie auch Beispiele für solche neuen digitalen Angebote, die Sie bereits eingeführt haben?

Bei neuen digitalen Lösungen geht es immer um die Verbesserung des Kundennutzens. Wir haben in verschiedenen Bereichen erste Projekte realisiert: Analyse der Kundenströme im Rahmen eines Pilotprojekts in Zürich, Einführung der Caffè Spettacolo App fürs Bestellen von unterwegs und Bezahlen über die App, in einigen Verkaufsstellen das Pilotprojekt scan&go, um die Transaktionsgeschwindigkeit in der Rushhour zu erhöhen, die Schaffung eines Teams Retail Analytics oder die Lancierung der Konsumkredite über bob Finance.

Wie erfolgreich sind die neuen Finanzdienstleistungen?

Bob Finance hat in ihrem ersten operativen Jahr einen positiven «Life Time Value» erreicht, das heisst, die erwarteten, abdiskontierten Zinserträge auf den gewährten Krediten liegen über den aktuellen Betriebskosten. Aber auch die anderen Finanzdienstleistungen laufen gut. So nutzen bereits über 220 000 Kunden unsere ok.– Prepaid Master- und Visakarten. Auch die Möglichkeit, auf Rechnung zu kaufen und diese am Kioskschalter zu bezahlen, ist sehr beliebt, weil sie genau den Bedürfnissen der Kunden entspricht. Aktuell können damit Buchungen von Anbietern wie Starticket und Air Prishtina bezahlt werden. Weitere Partner werden sicher bald folgen.

Wie läuft das klassische Kioskgeschäft?

Es ist Teil unseres Kerngeschäfts im Convenience und Food Services Network. In den letzten drei Jahren haben wir gezeigt, dass wir dieses Geschäft erfolgreich betreiben können, trotz des Drucks insbesondere bei Presse. Das lässt sich auch an der äusserst positiven Margenentwicklung ablesen.

Wo liegt denn das Wachstumspotenzial generell?

Ganz klar im weiteren Ausbau des Food- und Getränkeangebots im gesamten Kiosk- und Convenience-Geschäft. Deshalb haben wir im abgelaufenen Jahr rund 100 Verkaufsstellen in der Schweiz mit Kaffeeautomaten von Starbucks und rund 650 mit Caffè Spettacolo Automaten ausgerüstet. Deutschland folgt ebenfalls mit Caffè Spettacolo im Jahr 2017.

«Bei neuen digitalen Lösungen geht es immer um die Verbesserung des Kundennutzens.»

Kaffee im Kiosk? Funktioniert das?

Obwohl dieser Umrüstungsprozess erst gegen Ende Jahr voll wirksam wurde, konnte alleine im Dezember der Kaffee-Absatz um 27 % gesteigert werden. Der Umsatz stieg gar um 35 %. Ausserdem, genau wie mit allen anderen Angeboten, sprechen wir damit neue Kunden an, die meist auch noch etwas Weiteres kaufen.

Mit welchen Formaten sind Sie denn mit der Division Retail bei den Kunden präsent?

Wir sind mit unseren fünf Formaten – k kiosk, avec, Press & Books, Service Store DB und Cigo – in vier Ländern aktiv, wobei Deutschland und die Schweiz die wichtigsten Märkte sind. In Deutschland haben wir im letzten Jahr mit über sechs Millionen verkauften Dosen erfolgreich unsere ok.– Energy Drinks lanciert und damit begonnen unsere in der Schweiz etablierte Eigenmarke vermehrt einzusetzen. Ausserdem haben wir unsere bestehenden Formate überarbeitet und beispielsweise Cigo noch klarer als Tabakfachhändler positioniert sowie ein neues Frischekonzept für die avec-Verkaufsstellen lanciert.

Deutschland ist also wieder auf Wachstumskurs?

Resultatmässig aber auch in Bezug auf die Organisation. Wir haben die Führung gestärkt, die Struktur und Prozesse sind klarer und unser Controlling ermöglicht uns eine bessere und schnellere Steuerung des Geschäfts. Im letzten Jahr haben sich die Kernsortimente Food und Tabak sehr gut entwickelt und konnten damit den Umsatzrückgang bei Presseerzeugnissen auf vergleichbarer Fläche mehr als kompensieren.

Wie sieht es in der Schweiz aus?

Wir sind mit dem erzielten Gewinnwachstum und der verbesserten EBIT-Marge um + 0.9 Prozentpunkte auf 3.0 % gut auf Kurs. Dies ist hauptsächlich aufgrund der operativen Fortschritte und Kosteneinsparungen sowie der Verbesserung der Bruttomarge durch eine Erhöhung der Promotionserträge zurück zu führen.

Hat da auch der riesige Lotto-Jackpot Ende Jahr in der Schweiz geholfen?

Lotto ist immer noch wichtig für uns – einerseits für die Frequenz, andererseits für die Marge. Unsere Kioske spüren, ob der Jackpot hoch oder tief ist. Der Rekord-Jackpot hat aber auch eine deutliche Mehrbelastung für unser Personal und längere Wartezeiten für unsere Kunden mit sich gebracht.

In der Schweiz gab es im vergangenen Jahr aber auch Kritik: Die Gewerkschaft Syna hat wiederholt die Löhne des Kioskpersonals als zu tief bezeichnet.

Der Lohn ist nur ein Faktor unter vielen für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, das hat auch unsere Mitarbeiterumfrage klar gezeigt. Nachdem die Syna den bestehenden GAV per Ende 2016 gekündigt hat, haben wir mit dem KV Schweiz einen kompetenten und konstruktiven Partner gefunden.

Auch das Agenturpartner-Modell von Valora wurde seitens der Gewerkschaft kritisiert.

Valora betreibt seit vielen Jahren sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland einen grossen Teil der Verkaufsstellen sehr erfolgreich im Agentur- und Franchisesystem. Wir arbeiten dabei mit vielen Unternehmern langjährig zusammen und gewinnen jedes Jahr neue Partner für unser Netzwerk. Syna hat den Standpunkt vertreten, dass die selbständigen Agenturpartner und ihr Personal als Mitarbeitende von Valora gelten würden. Dem hat ein Schiedsgericht Anfang 2016 klar widersprochen. Wir sind weiterhin von diesem Modell überzeugt, da es motivierten Personen erlaubt, unternehmerisch tätig zu werden und mit einem starken Partner im Rücken selbständig zu sein.

POS Netzwerk

Das zweite Standbein von Valora neben dem Retailgeschäft ist der Bereich Food Service. Wie lief es da?

Hier muss man zwischen dem B2C- und dem B2B-Geschäft unterscheiden. Direkt bei den Endkunden (B2C) sind wir vor allem mit den Verkaufsformaten Ditsch in Deutschland sowie Brezelkönig und Caffè Spettacolo in der Schweiz vertreten. Insgesamt wurden 34 neue Verkaufsstellen eröffnet. In der Schweiz verlief die Expansion des Foodgeschäfts besonders gut mit mittlerweile 36 Caffè Spettacolo- und 56 Brezelkönig-Verkaufsstellen. In beiden Ländern orten wir in diesem Bereich aber noch weiteres Wachstumspotenzial. Besonders erfreulich ist, dass sich auch die bestehenden, unverändert betriebenen Verkaufsstellen sowohl inDeutschland als auch vor allem in der Schweiz sehr positiv entwickelt haben.

«Unsere Strategie sieht vier klare Stossrichtungen vor: Wachstum und Expansion, Effizienz, eine leistungsorientierte Kultur sowie Innovation.»

Wie wichtig ist denn das B2B-Geschäft für Valora?

Das B2B-Geschäft, ist wichtig für unsere Gruppe und hat in den vergangenen Jahren eindrückliche Wachstumsraten erzielt. Mittlerweile gehen rund 90 % unserer Produktion an Drittkunden hauptsächlich in die DACH-Region, aber auch in die USA oder Japan. Aufgrund der positiven Entwicklung im B2B-Geschäft haben wir im Jahr 2016 entschieden, unsere Produktionskapazitäten im Werk Oranienbaum weiter auszubauen. Die Kompetenzen im Bereich Produktion sind ein wichtiges Element für eine erhöhte Wertschöpfung durch eine verstärkte vertikale Integration.

Die internationale Expansion ist eines der grossen Ziele von Valora. Konnten Sie im Jahr 2016 Fortschritte erzielen?

Ein klarer Wachstumsbereich ist die Produktion von Laugengebäck und das damit verbundene Exportgeschäft. So haben wir im Januar 2017 die Übernahme des jungen, aufstrebenden Laugenbackwaren-Produzenten Pretzel Baron in den USA bekanntgegeben. Diese erlaubt es uns, die Kapazitäten weiter zu erhöhen und nun auch vor Ort zu produzieren. So können wir das Potenzial, das uns der amerikanische Markt bietet, in Zukunft gezielter nutzen. Weiter haben wir in Frankreich und Österreich mittlerweile sechs Verkaufsstellen von Brezelkönig in Betrieb. Das Format funktioniert an Hochfrequenzlagen sehr gut. Wir haben unser Konzept sowie die Logistikkette ausführlich getestet und sind nun auf der Suche nach Franchising-Partnern. Damit haben wir die Basis für eine erfolgreiche internationale Expansion in den kommenden Jahren gelegt.

Sind Akquisitionen auch weiter ein Thema?

Wir prüfen immer wieder mögliche Akquisitionen, in sehr unterschiedlicher Grösse, um neue geografische Märkte oder Formate zu erschliessen. Unser künftiges Wachstum wird aber eine Kombination aus organischem Wachstum und Akquisitionen sein in unseren beiden bestehenden Geschäftsbereichen, dem Retailgeschäft und Food Service.

Beim internationalen Geschäft erhoffen Sie sich sicher auch Impulse vom designierten Verwaltungsratspräsidenten?

Klar, er bringt eine grosse internationale Erfahrung sowie beste Kenntnisse des Franchising-Konzepts mit und kennt Valora ausgezeichnet. Franz Julen war in die Entwicklung unserer Fokussierungsstrategie involviert und hat auch deren Umsetzung in den vergangenen Jahren im Verwaltungsrat begleitet. Zudem ist er offen für Neues und unterstützt unsere Wachstumsstrategie. Franz Julen steht also auch für Kontinuität.

Sie haben vorher erwähnt, dass Valora im Jahr 2016 bezüglich Zahlen alle Ziele erreicht hat. Was freut Sie besonders daran?

Die Entwicklung bei den zwei wichtigsten Kennzahlen: Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) konnten wir auf 8.2 % steigern. Damit hat Valora für ihre Eigentümer deutlich Wert geschaffen. Der Free Cash Flow von CHF 72.6 Mio. bestätigt, dass Valora in der Lage ist, genügend frei verfügbare Mittel zu generieren um eine attraktive Dividende zu bezahlen und trotzdem noch genügend finanziellen Spielraum hat. Zudem stieg die Bruttogewinnmarge auf 41.5 % und die EBIT-Marge auf 3.4 %, was uns näher an die Ziele von 42 % respektive 4 % bringt. Schliesslich haben wir mit einem EBIT von CHF 72.3 Mio. unser EBIT-Ziel von CHF 65 bis CHF 70 Mio. sogar leicht übertroffen.

Und wie steht es um die Investitionsfähigkeit von Valora?

Sehr gut. Einerseits stehen wir bezüglich finanzieller Stabilität mit einer Leverage Ratio von 1.6 x gut da, andererseits sind wir langfristig sehr ausgewogen finanziert. Wir verfügen also über eine gute Basis, um das bestehende Geschäft weiterzuentwickeln und das angestrebte Wachstum zu finanzieren.

Nachdem wir in den vergangenen zwei Jahren jeweils knapp weniger als CHF 50 Mio. investiert haben, erwarten wir nun höhere jährliche Investitionsvolumen. Im Fokus stehen dabei der Ausbau unserer Produktion bei Laugen- und Backwaren sowie das weitere Wachstum in Deutschland.

ROCE

Wo sehen Sie die wichtigsten künftigen Herausforderungen für Valora?

Überall intensiviert sich der Wettbewerb und die Faktorkosten verteuern sich tendenziell. Unsere Kernsortimente befinden sich weiterhin im Wandel und der Sofortverzehr und frische Food-Angebote sind ein starker Trend. Schliesslich haben die Kunden sehr hohe Erwartungen an Qualität, Verfügbarkeit sowie Transparenz.

Wie begegnet Valora all dem?

Wir haben eine klare, fokussierte Strategie und im vergangenen Jahr bezüglich Effizienz wichtige Fortschritte gemacht. Wir verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk von Verkaufsstellen an Hochfrequenzlagen und wir konzentrieren uns ganz auf die Weiterentwicklung unseres Convenience- und Foodangebots sowie der optimalen Nutzung unserer Plattform. Das ermöglicht es uns, unsere Sortimente besser abzugleichen und auch auf der Kostenseite weitere Verbesserungen zu erzielen. Wir müssen zudem auch noch viel investieren, um unsere Kunden und deren Bedürfnisse noch besser zu kennen sowie den Kundennutzen zu verbessern.

Wie und wo wollen Sie im Convenience-Bereich konkret weiterwachsen?

In Deutschland haben wir eine gute Basis gelegt, mit einer schlagkräftigen Organisation. Zudem sind wir mit dem klar positionierten Tabakfachhändler Cigo und dem erweiterten Frischekonzept bei avec sehr gut positioniert. Wir sehen in Deutschland noch viele Wachstumsmöglichkeiten, da der Markt im Vergleich zur Schweiz noch wenig konsolidiert ist. In der Schweiz bleibt unser Geschäft herausfordernd, hat sich der Wettbewerb um attraktive Standorte weiter intensiviert,weshalb wir nicht mit bedeutenden organischen Wachstumsmöglichkeiten rechnen. Wir fokussieren uns deshalb auf die Optimierung und Weiterentwicklung der bestehenden Flächen.

Wie sieht es im Foodbereich aus?

Hier gehen wir davon aus, dass der Trend zum Sofortverzehr unterwegs anhält und wir in unseren Kernmärkten von einer weiteren Flächenexpansion profitieren können. Der Ausbau des Verkaufsstellennetzwerks von Ditsch und Brezelkönig sowie des Food- und Frischesortiments in sämtlichen Formaten, die Umsetzung der Auslandexpansion mit Brezelkönig International und die Ausweitung der Produktionskapazitäten bei den Laugen- und Backwaren sind die zentralen Elemente unserer Wachstumsstrategie im Jahr 2017.

«Ich möchte allen Mitarbeitenden danken, dass sie den Transformationsprozess engagiert und motiviert mitgestaltet haben.»

Also ein optimistischer Blick in die Zukunft?

Ja. Aber ausruhen dürfen wir uns nicht. Denn der Markt ist ständig in Bewegung. Dabei sind wir alle gefordert. An dieser Stelle möchte ich allen Mitarbeitenden noch einmal danken, dass sie den eingeleiteten Transformationsprozess engagiert und motiviert mitgestaltet haben. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen, damit wir auch weiterhin unsere Ziele erreichen und unsere Versprechen einhalten.

Rolando Benedick

Rolando Benedick

Präsident
Markus Fiechter

Markus Fiechter

Vizepräsident
Franz Julen

Franz Julen

Mitglied
Bernhard Heusler

Bernhard Heusler

Mitglied
Ernst Peter Ditsch

Ernst Peter Ditsch

Mitglied
Cornelia Ritz Bossicard

Cornelia Ritz Bossicard

Mitglied

Corporate Governance
PDF, 310 KB

Michael Mueller

Michael Mueller

CEO
Tobias Knechtle

Tobias Knechtle

CFO
Thomas Eisele

Thomas Eisele

Ditsch/Brezelkönig

Corporate Governance
PDF, 310 KB

NACHHALTIGKEIT BEI VALORA: LANGFRISTIG, ZUKUNFTSORIENTIERT UND BESTÄNDIG

Im vorliegenden Bericht werden Massnahmen aufgezeigt, die im Jahr 2016 eine nachhaltige Entwicklung bei Valora unterstützten. Aufgrund der zahlreichen Initiativen wird jedoch nur eine Auswahl an Aktivitäten vorgestellt. Bei der sozialen Nachhaltigkeit stehen dabei die Förderung der Mitarbeitenden sowie die Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern im Vordergrund. Im Bereich der ökonomischen Nachhaltigkeit wird auf ethisches Verhalten, wie zum Beispiel die Einhaltung des Code of Conducts, die Beachtung des Jugendschutzes oder das Befolgen von Hygienestandards fokussiert. Der schonende Umgang mit Ressourcen spielt bei den Massnahmen im Rahmen der ökologischen Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.


SOZIALE NACHHALTIGKEIT

MITARBEITERZUFRIEDENHEIT IM FOKUS

Valora ist es ein Anliegen, dass sich ihre Mitarbeitenden kontinuierlich weiterentwickeln können und bei ihrer Arbeit zufrieden und motiviert fühlen.

Um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu messen, führte Valora im 2. Quartal 2016 eine Mitarbeiterumfrage mit einem erfahrenen, externen Anbieter durch, die fortan in regelmässigen Abständen erfolgen wird. Im Rahmen der Befragung wurden die Mitarbeitenden von Retail Schweiz, bob Finance, Brezelkönig, Ditsch in Mainz sowie der Verwaltung in Muttenz zu Themen wie beispielsweise ihrer Zufriedenheit und organisatorischen Rahmenbedingungen befragt. Insgesamt haben 59 % der 2 396 zur Umfrage eingeladenen Mitarbeitenden an dieser teilgenommen.

Die Ergebnisse wurden nach deren Auswertung offen mit der gesamten Organisation geteilt. Besondere Bedeutung schenken die Mitarbeitenden laut der Umfrage der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung sowie einem guten Informationsfluss und der konsequenten Kundenfokussierung.

Im Rahmen von Teamdiskussionen wurden gemeinsam Massnahmen erarbeitet und deren Umsetzung eingeleitet. Hierzu gehört unter anderem die Initiierung von Plattformen zum regelmässigen Austausch über alle Hierarchieebenen. So organisiert Valora im Jahr 2017 neu sogenannte ‚Inspiration Lunches‘ für ihre Mitarbeitenden. Im Rahmen dieser Anlässe wird in informellem Ambiente über aktuelle Themen aus dem Geschäftsumfeld von Valora referiert und diskutiert. Den Startschuss hierzu bildet eine Veranstaltung zu den digitalen Entwicklungen im Retailgeschäft, zu der sich rund 150 Mitarbeitende angemeldet haben. Über den Erfolg aller eingeleiteten Initiativen berichtet Valora im firmeneigenen Intranet.

Valora Retail Deutschland wird im Frühling 2017 die Umfrage im gleichen Setup durchführen. Auf Gruppenebene ist die nächste Befragung für 2018 geplant.

MITARBEITER FÖRDERN UND ENTWICKELN

Mit einem breiten internen Aus- und Weiterbildungsangebot fördert Valora ihre Mitarbeitenden.

Im Jahr 2016 wurde bei Valora Deutschland das Coaching als wesentlicher Teil der Führungskultur implementiert – insgesamt 20 Teilnehmer des Managements nahmen an dem mehrtägigen Seminar «Die Führungskraft als Coach» teil.

Zur Stärkung des Trainer-Portfolios und zur Qualitätssteigerung der Schulungen haben darüber hinaus bei Valora Deutschland zehn Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen im Rahmen einer fünfmonatigen Weiterbildung an der IHK Hamburg ab Oktober 2016 berufsbegleitend eine Trainerausbildung begonnen. Neben dem Kennenlernen von kreativen Lernabläufen und dem Steuern von Gruppenprozessen stand der methodische und didaktische Aufbau von Seminaren im Mittelpunkt.

Sustainability

«Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem Coaching, der Ausbildung ‚Train the Trainer‘ sowie dem Valora-Campus haben wir einen Raum für die berufliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden geschaffen, um sie in ihrer fachlichen Qualifikation, im eigenen Selbstmanagement oder auch der Führung von Mitarbeitenden weiterzubringen», erklärt Peter Obeldobel, Vorsitzender der Geschäftsführung von Valora Retail Deutschland. In der Schweiz finden regelmässige Führungskurse für die Verkaufsmitarbeitenden sowie Leadership-Days für erfahrene Führungskräfte statt. Diese Weiterbildungen werden durch externe Fachkräfte moderiert und tragen wesentlich zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung bei.

Alljährlich treffen sich zudem alle geschäftsführenden Mitarbeitenden der Verkaufsformate von Valora zu ihrer jeweiligen Tagung. Die Teilnehmenden erhalten so die Gelegenheit, sich an ihrer Kiosk-, Agentur- oder Franchisepartner-Tagung zu informieren, zu unterhalten und vor allem auch ihr persönliches Netzwerk zu pflegen.

Ein immer stärker an Bedeutung gewinnender Bestandteil der Aus- und Weiterbildung ist die Wissensvermittlung über das E-Learning. Dies entspricht der Strategie, in allen Geschäftsbereichen auf innovative Plattformen sowie Initiativen im Bereich der Digitalisierung zu setzen. In der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden nutzt Valora dabei das Learning Management System Avendoo. Dieses ermöglicht es, den Verkaufsstellenmitarbeitenden zeitnah ein einheitliches Wissen zu vermitteln. Ebenso werden mit dem Tool die vorgeschriebenen Standards beim Geldwäschereigesetz und bei Geldüberweisungen gesichert.

Mitarbeitende werden unabhängig von Ort, Zeit und Beschäftigungsgrad erreicht. Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen hat sich Valora zum Ziel gesetzt, diesen Bereich zukünftig weiter auszubauen.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT

Valora engagiert sich seit mehr als 15 Jahren für den beruflichen Nachwuchs im Detailhandel. Derzeit absolvieren alleine in der Schweiz 20 Lernende ihre Ausbildung bei Valora. Davon werden 13 Lernende als Detailhandelsassistent / -in EBA oder Detailhandelsfachmann / -frau EFZ, Branche Kiosk und Nahrungs- und Genussmittel, ausgebildet. Zudem zählt Valora einen Lernenden als Systemgastronom und sechs Lernende in der kaufmännischen Grundbildung.

Sustainability

Auch beim Laugenspezialisten Ditsch setzt man auf eine kontinuierliche Vereinbarung im Bereich der Ausbildung. Jährlich werden hier über 40 Lernende an den Standorten Mainz und Oranienbaum ausgebildet. Oberstes Ziel dabei ist es, den Nachwuchs schon während der Ausbildung zu qualifizieren und ihn nach erfolgreichem Lehrabschluss in den Betriebsablauf zu integrieren. Darüber hinaus wurde in der Schweiz in diesem Jahr die Erfolgsgeschichte des einjährigen Valora Traineeprogramms für Hochschulabsolventen fortgeschrieben. Zusätzlich bietet Valora sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland einen dualen Studiengang an. Nach erfolgreichem Abschluss haben die Absolventen die Möglichkeit, zu attraktiven Anstellungsbedingungen in der Verwaltung oder auf der Position eines Junior Verkaufsleiters dauerhaft für Valora tätig zu werden. «Beide Programme haben sich bewährt, um junge Talente für uns zu gewinnen. Daher werden wir auch in Zukunft auf sie setzen», betont Christa Heinke, Leiterin Personalentwicklung bei Valora Schweiz.

ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT MIT AGENTUR- UND FRANCHISEBETRIEBEN

Mit ihren Agentur- und Franchisebetrieben pflegt Valora eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Hierzu finden in der Schweiz im Rahmen von regelmässigen Gremiumsmeetings und Arbeitsgruppen enge Abstimmungen mit den Vertretern der Verkaufsstellen statt. Gemeinsam wurden Schulungen zu Themen wie beispielsweise Arbeitsrecht, Betriebswirtschaft und Pensionskasse entwickelt. Hinzu kommt die dreitägige Einführungsschulung, welche im Jahr 2016 insgesamt vier Mal durchgeführt wurde. An dieser bildet Valora ihre zukünftigen Agentur- und Franchisepartner in wichtigen Bereichen ihres täglichen Arbeitsalltags aus. Hierzu gehören unter anderem Aufgaben wie zum Beispiel Betriebswirtschaft, Inventur und -differenzen, Personalführung und Altersvorsorge. Dieses Angebot wird von den zukünftigen Agentur- und Franchisepartnern sehr geschätzt.

«Die Unterstützung, die ich von Tag eins an seitens Valora erhalten habe, hat meinen Einstieg in die Selbständigkeit extrem erleichtert», bestätigt Ankul Lal, der seit 2014 als Agenturpartner für Valora tätig ist.

Ähnlich äussert sich Baidullah Naroei, der seit März 2015 einen k kiosk leitet: «Dank der professionellen Einarbeitung wird man von A bis Z auf seine zukünftige Tätigkeit als Agenturpartner vorbereitet.» Zudem freut er sich über die Chance, die ihm Valora mit der Übernahme der Verkaufsstelle gegeben hat: «Ich finde es sehr gut, dass Valora externen Leuten wie mir die Möglichkeit gibt, sich selbständig zu machen. Zudem eröffnet die Zusammenarbeit mit einem so starken Partner wie Valora viele Optionen und gibt zusätzlich Sicherheit.»

Auch in Deutschland pflegt Valora einen aktiven Austausch mit ihren Agentur- und Franchisepartnern. Einmal jährlich werden diese zu einer dreitägigen Jahrestagung eingeladen. Unter dem Motto «Valora – A Customer Company» wurde in diesem Rahmen im Mai 2016 die strategische Neuausrichtung sowie zahlreiche Branchentrends behandelt. Das Thema Kundenorientierung zog sich dabei als roter Faden durch das Programm. Nach interessanten Vorträgen und Workshops konnten sich die Teilnehmenden bei einem attraktiven Abendprogramm austauschen und das Netzwerk pflegen. Da dieser Anlass bei den Agentur- und Franchisepartnern sehr beliebt ist, wird dieser auch im Jahr 2017 wieder durchgeführt. Das Tagungsprogramm für den erneut im Mai stattfindenden Event umfasst namhafte, externe Redner zum Thema «Kunden begeistern». Fester Bestandteil ist zudem die jeweils mit Spannung erwartete Ehrung der Franchisepartner bzw. Filialleiter des Jahres. Hierbei werden Partner ausgezeichnet, die sich durch hervorragende Arbeit und hohes Engagement hervorgehoben haben.

Auf gegenseitiges Vertrauen bei der Zusammenarbeit mit seinen mehr als 200 Agenturpartnern sowie einen fairen Umgang miteinander setzt auch Ditsch. Die stetige Weiterentwicklung der Agenturpartner durch Schulungen gehört dabei ebenfalls zu den Säulen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Um den Informationsfluss zwischen der Zentrale und den Verkaufsstellen weiter zu optimieren, führt Valora ab Sommer 2017 ein neues System zur Kommunikation mit ihren Verkaufsstellen ein. Dieses soll dazu beitragen, Informationen einfacher, strukturierter und effizienter miteinander zu teilen.

FÖRDERUNG DER ARBEITSSICHERHEIT

Valora achtet auf die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden am Arbeitsplatz. Daher werden bei Valora Retail Deutschland regelmässig Begehungen mit Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten bzw. Arbeitsmedizinern durchgeführt. Die Arbeitsplätze werden individuell begutachtet und etwaige Bedürfnisse beziehungsweise Erfordernisse im Hinblick auf Ergonomie oder Beleuchtung am Arbeitsplatz aufgenommen und wo möglich erfüllt.

Sustainability

Auch in der Schweiz spielt die betriebliche Gesundheitsförderung bei Valora eine grosse Rolle. Seit 2011 wird hier die «Betriebsgruppenlösung Valora Schweiz AG» zur Umsetzung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes eingesetzt. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben muss eine Betriebsgruppenlösung periodisch überprüft und den Behörden zur Rezertifizierung vorgelegt werden. In Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner im CH-Detailhandel sowie Arbeitsärzten, Arbeitshygienikern und internen Fachspezialisten wurden die notwendigen Vorbereitungen getroffen, damit auch künftig eine genehmigte Betriebsgruppenlösung vorliegt. Die Rezertifizierung durch die zuständige Behörde ist für März 2017 vorgesehen.

Die Gesundheit der Mitarbeitenden geniesst auch bei Ditsch oberste Priorität. Die Laugenbäckerei bietet allen Mitarbeitenden eine arbeitsmedizinische Betreuung, welche durch externe Partner durchgeführt wird. Ferner werden im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) langzeitkranke Arbeitnehmer bei der Wiedereingliederung in das Berufsleben begleitet. Kann ein Mitarbeitender nicht auf seine eigentliche Position zurückkehren, wird mit dem Werksarzt, den Ansprechpartnern der Behörden und den Vorgesetzten eruiert, in welcher Form der Angestellte dennoch in den Arbeitsprozess bei Ditsch zurückkehren kann.

LANGFRISTIGE PARTNERSCHAFTEN

Valora setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit. Mit Partnern wie der SBB, Selecta, Swisslos, der Loterie Romande oder auch Lekkerland besteht diese seit vielen Jahren.

Die Kooperation mit der SBB basiert dabei auf einer professionellen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit, welche über ein reines Mieter-Vermieterverhältnis hinausgeht. Während das Tagesgeschäft durch Themen wie Expansion und Mietvertragsmanagement bestimmt wird, steht übergeordnet die gemeinsame Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse im Fokus. Dank der Bündelung des Detailhandelswissens von Valora mit der Bahnhofskompetenz der SBB entstehen zahlreiche Mehrwerte für die Kundinnen und Kunden.

Selecta ist Valoras Kaffee-Partner für alle Retail-Formate in der Schweiz. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen ist in der gemeinsamen Vergangenheit begründet. Die Partnerschaft basiert auf gegenseitigem hohem Respekt für die jeweiligen Kernkompetenzen sowie einer offenen und schnellen Kommunikation, um die gesteckten, nachhaltigen Ziele zu erreichen.

Auch die enge und erfolgreiche Partnerschaft von Swisslos und Valora besteht bereits seit vielen Jahren und geht auf die Gründung von Swisslos im Jahr 1937 zurück. Valora trägt mit ihrem ausgebauten Vertriebsnetz einen wesentlichen Beitrag zum Swisslos Gesamtumsatz bei. Der Reingewinn der Genossenschaft Swisslos fliesst in die kantonalen Lotterie- und Sportfonds zurück, die damit jährlich 12 000 gemeinnützige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt und Soziales unterstützen. Durch den Vertrieb an ihren Verkaufsstellen hat auch Valora hieran einen grossen Anteil.

Sustainability

Ebenso arbeitet Valora seit über 30 Jahren mit der Loterie Romande zusammen. Mit dem Kauf von Naville und der verstärkten Präsenz in der Romandie hat sich die Partnerschaft intensiviert. Zahlreiche gemeinsame Projekte rund um das Glücksspiel sind der Beweis einer langfristigen, innovativen Vision, die von beiden Unternehmen geteilt wird.

Zu den langjährigen Partnern in Deutschland gehört die Firma Lekkerland. Das Grosshandelsunternehmen beliefert die von Valora betriebenen Verkaufsstellen und bringt dabei auch sein Know-how im Category Management mit ein. Der Erfolg der Zusammenarbeit beruht auf einer exzellenten Feinlogistik sowie schlanken administrativen Prozessen.

Auch Ditsch setzt auf langfristigePartnerschaften. Besonders wichtig ist der Laugenbäckerei dabei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darüber hinaus legt Ditsch grossen Wert darauf, dass bei sämtlichen Kooperationen von allen Parteien die gleichen Normen in Bezug auf ordnungsgemässe Arbeitsbedingungen sowie anerkannte, soziale und ökologische Standards eingehalten werden.

Sustainability

VALORA HILFT – DORT, WO ES BENÖTIGT WIRD

Bei Caffè Spettacolo werden qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die aufgrund ihres Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr verkauft werden dürfen, an die gemeinnützigen Initiativen «Schweizer Tafel» und «Tischlein deck dich» übergeben.

Darüber hinaus spendet Valora im Rahmen der ok.– Kooperation mit dem deutschen Fussballverein FC St. Pauli für jedes Heimspiel sowie für jedes Tor, dass der Verein in der Nachspielzeit erzielt, einen Betrag von jeweils € 1000,- für einen wohltätigen Zweck. Zu den Begünstigten zählten im Jahr 2016 unter anderem die nachbarschaftliche Anti-Kälte-Hilfe St. Pauli sowie die NoBorder-Kitchen in Hamburg.


ÖKONOMISCHE NACHHALTIGKEIT

INTEGRITÄT ALS BASIS VERANTWORTUNGSVOLLEN HANDELNS

Der Code of Conduct beschreibt die Verhaltensweisen, die von Valora Mitarbeitenden und Stakeholdern erwartet werden. Anhand der elf Grundsätze werden alle Partner angehalten, sich an hohen Standards von moralischem Verhalten und menschlicher Integrität zu orientieren. Ein Compliance Handbuch dient den Mitarbeitenden ebenfalls als Hilfsmittel und Unterstützung für richtiges Verhalten. Darüber hinaus steht den Mitarbeitenden eine Ethikhotline zur Verfügung. Beobachtungen von Unrechtmässigkeiten, kriminellen Delikten sowie Beschwerden gelangen über die Hotline anonym an den Compliance-Officer.

QUALITÄTSBEWUSSTSEIN ALS WICHTIGES GUT

Die Themen Qualitätssicherung, Krisenmanagement und Rückrufprozesse werden bei Valora stetig überprüft. Es gilt die Qualitätssicherung der Produzenten, die Produktinformation sowie die Gesetzeskonformität und die Lieferbedingungen zu kontrollieren. «Grosse, industriell produzierende Hersteller und Lieferanten müssen mindestens eines der drei Zertifikate BRC, IFS oder ISO vorweisen können. Zudem darf das Selbstkontrollkonzept nach HACCP-Grundsätzen nicht älter als zwei Jahre sein», erklärt Michel Vaucher, Projektverantwortlicher bei Valora Retail Schweiz. Das HACCP-Konzept müssen auch kleinere, regionale, gewerblich produzierende Hersteller und Lieferanten vorweisen können. Es beinhaltet die Gefahrenanalyse, die Definition von kritischen Kontrollpunkten sowie von Richtwerten zur Kontrolle von Gefahren und ein Überwachungssystem. Die Bestimmung von Korrekturmassnahmen und Arbeitsanweisungen zur Einhaltung der sogenannten guten Herstellungspraxis sind ebenfalls Teil des Konzepts.

Sustainability

Für jeden Artikel im Sortiment muss seitens Lieferant eine Produktspezifikation vorliegen. Schweizer Hersteller legen eine schriftliche Bestätigung vor, dass ihr Produkt dem Schweizer Lebensmittelgesetz entspricht. Ausländische Produzenten müssen die Konformität anhand einer Bestätigung von einer Schweizer Fachstelle vorlegen. Die Beschriftungsvorschriften für Verpackungsmaterial, z.B. die Nennung der Haltbarkeit, gelten für Food- und Non-Foodartikel. Die Haltbarkeit und Lagerbedingungen müssen zudem beim Transport berücksichtigt werden.

Strenge Qualitätsvorschriften werden ebenso bei ok.– eingehalten. So werden Verkehrsfähigkeitsprüfungen bei jedem ok.– Neuprodukt oder bei Verpackungsänderungen durchgeführt. Hinzu kommen regelmässige Laboranalysen, die vom Lieferanten ausgeführt werden. «Jeder ok.– Energy Drink wird zusätzlich regelmässig einer internen und einer externen Analyse in einem zertifizierten Labor unterzogen», unterstreicht Michael Betschart, Brand & Product Management Retail Schweiz.

Um sicherzustellen, dass nur Ware bezogen wird, die möglichst umweltverträglich angebaut wurde, ist Ditsch seit Februar 2015 Mitglied des «Roundtable on Sustainable Palm Oil» (RSPO). Die Organisation RSPO engagiert sich weltweit für den nachhaltigen Anbau von Palmöl und ermöglicht eine Zertifizierung entlang der gesamten Lieferkette.

Sustainability

Brezelkönig wurde auch im Jahr 2016 wieder erfolgreich nach der Norm ISO 9001:2015 zertifiziert. «Als Unternehmen in der Produktion und im Vertrieb von Backwaren ist diese Zertifizierung ein Garant für solide und verlässliche Prozesse», bestätigt Michel Gruber, Geschäftsführer Brezelkönig. Zudem darf sich das Laugengebäck von Brezelkönig mit dem Label SUISSE GARANTIE schmücken. Hierbei handelt es sich um eine Garantiemarke, die nur Produkte tragen dürfen, deren Rohstoffe nicht nur in der Schweiz produziert, sondern auch in der Schweiz verarbeitet werden.

JUGENDSCHUTZ – DIE VERANTWORTUNG DER ERWACHSENEN

TABAK- UND ALKOHOLVERKÄUFE

Der Jugendschutz wird bei Valora sehr ernst genommen. Daher werden alle Mitarbeitenden regelmässig in diesem Bereich geschult und sensibilisiert. Mit Hilfe einer jährlichen E-Learning-Schulung werden Themen wie Tabak oder Alkoholverkauf an Jugendliche behandelt und abgefragt. Die Teilnahme ist für alle Eigenstellen, Agenturpartner und Franchisenehmer obligatorisch. Zusätzlich sensibilisieren die Verkaufsleiter ihre Mitarbeitenden in den Verkaufsstellen bezüglich der Wichtigkeit und gesetzlichen Notwendigkeit.

In der Schweiz und in Deutschland erinnern zudem Plakate an der Kasse die Mitarbeitenden an die vor Ort geltenden Vorschriften. Management, Verkaufsleiter und Mitarbeitenden sind sich der Wichtigkeit der Kontrollen bewusst und daran interessiert, den Jugendschutz zu verbessern und den Missbrauch weiter einzudämmen.

FINANZDIENSTLEISTUNGEN

Wer wie bob Finance Kredite vergibt, übernimmt Verantwortung gegenüber den Kreditnehmern. Bob Finance Angebote richten sich an Kreditnehmer mit digitaler Affinität, die einen Konsumkreditantragsprozess effizient online durchlaufen wollen. Durch eine umfassende Bonitäts- und detaillierte Kreditfähigkeitsprüfung unter Berücksichtigung gespeicherter Informationen bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK), der Informationsstelle für Konsumkredit (IKO), weiterer Auskunftsplattformen und der Selbstauskunft des Antragstellers stellt bob Finance sicher, dass die Höhe der Kreditverpflichtung den Tragbarkeitsvorgaben des Konsumkreditgesetzes entspricht. Hinsichtlich der Finanzmarktregulierung zur Geldwäscherei- und Terrorismusbekämpfung untersteht bob Finance direkt der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).

Für das Produkt ok.– cash hat Valora das Mindestalter auf 25 Jahre bewusst und freiwillig festgelegt. Im Rahmen der Antragsprüfung werden auch in diesem Prozess mehrere Auskunftei- und Adressdatenbanken, wie die Zentralstelle für Konsumkredit (ZEK), abgefragt. Neben einer ausgezeichneten Bonität sind zudem ein Schweizer Wohnsitz, eine private Email Adresse und eine Handynummer erforderlich.

Sicherheit steht bei Valora an oberster Stelle. Daten werden durch die Verwendung der neuesten Sicherheitssoftware geschützt. Für eine sichere Datenübermittlung werden unterschiedliche Zertifikate verwendet. Eines davon ist die SSL EV Verschlüsselung – höchster Bankenstandard für verschlüsselte Verbindungen.

ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT

ABFALL REDUZIEREN

Sustainability

Valora nimmt seit mehreren Jahren an den Basler Littering-Gesprächen teil. Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe entwickeln Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam Massnahmen gegen das Wegwerfen von Müll.

Bereits seit 2014 sind alle Valora Verkaufsstellen in der Schweiz mit PET-Sammelbehältern ausgestattet. Parallel wird in allen deutschen Verkaufsstellen, wenn immer möglich, auf Produkte in Einwegverpackungen verzichtet. So werden beispielsweise bevorzugt Getränke angeboten, deren Flaschen über das Pfandsystem in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können. Zudem können in Deutschland in jeder Verkaufsstelle Pfandflaschen zurückgegeben werden. Im Rahmen des DPG-Pfandsystems werden diese in den Filialen gesammelt und wiederverwertet. Letzteres gilt auch für das Altpapier in den Filialen.

Bei Caffè Spettacolo werden bereits seit zwei Jahren nicht nur Einweg-, sondern auch Mehrwegbecher befüllt. Die zu Valora gehörende Kaffeebarkette möchte so den durch Pappbecher anfallenden Abfall reduzieren. Um noch mehr Kunden zur Verwendung von Mehrwegbechern anzuregen, schenkt Caffè Spettacolo den Gästen, die ihren eigenen Becher mitbringen, ein kostenloses Upgrade auf die Grösse ‚Grande’.

DIE UMWELT SCHONEN – ENERGIEEFFIZIENT HANDELN

Seit 2016 werden alle Schweizer Verkaufsstellen von Valora mit Grünstrom versorgt. Auch der Energiebedarf von Valora Retail Deutschland in Hamburg wird zu 100 % mit Ökostrom gedeckt. Überdies wurde auf Konzernebene ein Aktionsplan erarbeitet, welcher konkrete Energiesparmassnahmen beinhaltet. So werden zum Beispiel nachts einzelne Geräte in den Filialen mit einer Zeitschaltuhr ausgeschaltet.

Sustainability

Um die Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern, setzt Ditsch an seinen Produktionsstandorten auf einen effizienten Einsatz von Ressourcen. Aus diesem Grund wurden bereits im Jahr 2009 Wärmerückgewinnungsanlagen in den Produktionshallen installiert. Mit diesen kann die rückgewonnene Abwärme für die Heizung und zur Erwärmung von Wasser genutzt werden.

Konzernweit wurden zudem alle Lichtquellen überprüft und bei Umbauten durch LED Leuchtmittel ersetzt. So werden zum Beispiel in Deutschland heute bei Um- und Neubauten ausschliesslich LED Leuchtmittel eingesetzt, was sowohl den Energieverbrauch als auch die Wartungskosten reduziert. Energieeffiziente Kühler, Kaffeemaschinen oder Backöfen der Klasse A+ kommen nach Umbauten zum Einsatz. Sie erzeugen weniger Wärme, womit die Lebensmittel weniger gekühlt werden müssen.