05.04.2006
Valora mit gutem Ergebnis trotz laufender Restrukturierung
Der international tätige Schweizer Distributions- und Handelskonzern Valora befindet sich nach wie vor in einer intensiven Restrukturierungsphase, die auch im laufenden Jahr noch anhalten wird. Bei stabilen Nettoerlösen von CHF 2.8 Mia. weist das Unternehmen für das Jahr 2005 mit CHF 58 Mio. vor Restrukturierungskosten dennoch ein über den Erwartungen liegendes operatives Ergebnis (EBIT) aus. Mit dem Verkauf der Fotolabo Gruppe kann zudem das Beteiligungs-Portfolio von Valora um eine weitere, nicht zu den Kernkompetenzen zählende Beteiligung bereinigt werden. Die damit verbundene Wertberichtigung belastet allerdings den Geschäftsabschluss 2005, der mit einem Verlust von CHF 56.3 Mio. abschliesst. Aufgrund des betrieblichen Ergebnisses beantragt der Verwaltungsrat der kommenden Generalversammlung dennoch eine unveränderte Ausschüttung in Form einer Dividende von CHF 9.
Die Nettoerlöse der weitergeführten Geschäftstätigkeit liegen mit CHF 2.8 Mia. 0.4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und die Bruttogewinnmarge reduzierte sich um 1 Prozentpunkt auf 33.1 Prozent. Das Impairment bei Valora Imaging in der Höhe von CHF 64.2 Mio. beinhaltet die vollständige Wertberichtigung des verbliebenen Goodwills auf Fotolabo von CHF 22.7 Mio. Dies führt für die Valora-Gruppe zu einem Reinverlust von CHF 56.3 Mio. (Reingewinn 2004: 34.6 Mio.). Das Betriebsergebnis der weitergeführten Geschäftstätigkeit (EBIT) von CHF 58 Mio. (vor Restrukturierungskosten) liegt über den Erwartungen. Dem gegenüber haben die Restrukturierungskosten von CHF 31 Mio. den angekündigten Rahmen leicht überstiegen. Davon entfallen CHF 26.2 Mio. auf die Division Valora Retail, CHF 1.9 Mio. auf Valora Press&Books und CHF 3.1 Mio. auf die Konzernfunktionen.
„Obwohl das Jahresergebnis aufgrund der nochmals nötigen Wertberichtigungen nicht unseren Erwartungen entspricht, zeigt das verbesserte betriebliche Ergebnis, dass wir mit dem Umbau der Valora zu einem fokussierten, international tätigen Distributions- und Handelskonzern auf dem richtigen Weg sind“ , sagt dazu Peter Wüst, CEO von Valora. Der Free Cashflow war denn auch im 2005 trotz laufender Restrukturierung positiv. Mit einer Eigenkapitalquote von 37.8% verfügt Valora zudem weiterhin über eine gute Risikofähigkeit und intakte Bilanzstrukturen. “Es liegt aber immer noch ein steiles Stück Weg vor uns“, so Peter Wüst. Die Restrukturierung wird auch das laufende Jahr prägen. Mit der Devestition der Fotolabo-Gruppe wird der klare Fokus auf das Kerngeschäft erst möglich.
Divisionen
Valora Retail, die umsatzstärkste Division der Valora Gruppe, weist mit CHF 1’688 Mio. fast unveränderte Nettoerlöse aus (Vorjahr CHF 1’683 Mio.) Der Umsatzverlust aus dem Verkauf der Merkur Confiserien konnte somit kompensiert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten beträgt CHF 6.6 Mio. Der neue Auftritt der Marke „k kiosk“ - bis zum Frühsommer 2006 werden sich alle k kiosk Verkaufsstellen im neuen Kleid präsentieren - bildet den Grundstein einer umfassenden Repositionierung im Markt. Der deutsche Bahnhofsbuchhandel entwickelt sich erfreulich. Im 2005 wurde die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Unverändert erfolgreich sind die Geschäftsaktivitäten in Luxemburg.Die letztes Jahr neu geschaffene Division Valora Press & Books ermöglicht die volle Konzentration auf die wichtigen Tätigkeiten im Pressegrosshandel in der Schweiz, in Österreich und in Luxemburg. In enger Zusammenarbeit mit den Verlegern verfolgt die Division das Ziel, eine breite Auswahl von Publikationen in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt an die richtigen Verkaufsstellen zu verteilen. Die Nettoerlöse konnten vor allem aus dem Effekt der erstmalig für 12 Monate konsolidierten PGV Salzburg um CHF 86.9 Mio. auf CHF 555.3 Mio. gesteigert werden. Ohne diesen Konsolidierungseffekt ergibt sich ein Umsatzrückgang von 2.8%. Die Abnahme der EBIT-Marge von 6.4% auf 4.3% beruht auf der verzögerten Anpassung der Kosten an die rückläufigen Erträge aus dem Schweizer Pressegeschäft.
Valora Trade, der Produktions- und Handelsbereich, weist bei Nettoerlösen von CHF 805.7 Mio. einen Umsatzrückgang von CHF 92.1 Mio. aus – zum grössten Teil bedingt durch die im Vorjahr erfolgten Devestitionen. Das operative Ergebnis beträgt CHF 29.6 Mio., was nach Bereinigung der Devestitionseffekte 2004 einem Rückgang von 15.2% entspricht.
Der neu geschaffene einheitliche Marktauftritt in Skandinavien ermöglicht Valora einen einzig-- artigen Zugang zu 24 Millionen Konsumenten in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.. Die klare Positionierung als zuverlässiger Partner für die Distribution und die Vermarktung von starken Marken hat bereits zu einer Belebung des Neugeschäfts geführt. Noch im Laufe des Berichtsjahres konnten neue Principals akquiriert und Marktanteile hinzugewonnen werden. Seit Januar 2006 treten auch die Gesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich einheitlich unter der Marke Valora Trade auf. Die Produktionsgesellschaften setzen auf Produkt- sowie Verpackungsinnovationen. Durch effiziente Markenführung und zusätzlichen Aktivitäten in neuen Märkten verbesserten sie ihre Marktposition.
Schlechter als erwartet hat sich der Bereich Valora Imaging entwickelt. Der Wandlungsprozess im technologischen Bereich beeinflusste die Profitabilität und belastete dadurch auch den Verkaufsprozess erheblich.
Ausblick
Aufgrund der Entwicklung des ersten Quartals rechnen wir mit Nettoerlösen von rund CHF 2.8 Mia. und einem operativen Betriebsergebnis zwischen 2.8% und 3% des Nettoerlöses. Nachdem die wesentlichen Devestitionen vollzogen sind, kann sich Valora nun intensiv auf die wichtigen Projekte und Initiativen im kleinflächigen Einzelhandel, im Pressegrosshandel sowie in der Vermarktung und im Vertrieb von Markenprodukten (Fast Moving Consumer Goods) konzentrieren. Grösste Aufmerksamkeit wird dabei dem Kioskgeschäft sowie dem Pressegrosshandel Schweiz gewidmet. Valora Trade gilt aber weiterhin als wichtiges Standbein mit einem stabilen Renditebeitrag. Damit steht inskünftig auch das Wachstum wieder im Zentrum unserer Arbeit, „insbesondere in den Kernbereichen, in denen wir glaubwürdig sind und Kompetenz haben“, so Valora-CEO Peter Wüst. Im Vordergrund steht dabei der kleinflächige Einzelhandel an Hochfrequenzlagen, wobei sich allfällige Expansionspläne auf Europa beschränken werden.
Personelle Veränderung im Verwaltungsrat
An der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung läuft das Verwaltungsratsmandat von Frau Hanne de Mora ab. Sie stellt sich aus persönlichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Der Verwaltungsrat beantragt Dr. Felix Weber als neues Mitglied des Verwaltungsrates zu wählen.
„Obwohl das Jahresergebnis aufgrund der nochmals nötigen Wertberichtigungen nicht unseren Erwartungen entspricht, zeigt das verbesserte betriebliche Ergebnis, dass wir mit dem Umbau der Valora zu einem fokussierten, international tätigen Distributions- und Handelskonzern auf dem richtigen Weg sind“ , sagt dazu Peter Wüst, CEO von Valora. Der Free Cashflow war denn auch im 2005 trotz laufender Restrukturierung positiv. Mit einer Eigenkapitalquote von 37.8% verfügt Valora zudem weiterhin über eine gute Risikofähigkeit und intakte Bilanzstrukturen. “Es liegt aber immer noch ein steiles Stück Weg vor uns“, so Peter Wüst. Die Restrukturierung wird auch das laufende Jahr prägen. Mit der Devestition der Fotolabo-Gruppe wird der klare Fokus auf das Kerngeschäft erst möglich.
Divisionen
Valora Retail, die umsatzstärkste Division der Valora Gruppe, weist mit CHF 1’688 Mio. fast unveränderte Nettoerlöse aus (Vorjahr CHF 1’683 Mio.) Der Umsatzverlust aus dem Verkauf der Merkur Confiserien konnte somit kompensiert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten beträgt CHF 6.6 Mio. Der neue Auftritt der Marke „k kiosk“ - bis zum Frühsommer 2006 werden sich alle k kiosk Verkaufsstellen im neuen Kleid präsentieren - bildet den Grundstein einer umfassenden Repositionierung im Markt. Der deutsche Bahnhofsbuchhandel entwickelt sich erfreulich. Im 2005 wurde die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Unverändert erfolgreich sind die Geschäftsaktivitäten in Luxemburg.Die letztes Jahr neu geschaffene Division Valora Press & Books ermöglicht die volle Konzentration auf die wichtigen Tätigkeiten im Pressegrosshandel in der Schweiz, in Österreich und in Luxemburg. In enger Zusammenarbeit mit den Verlegern verfolgt die Division das Ziel, eine breite Auswahl von Publikationen in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt an die richtigen Verkaufsstellen zu verteilen. Die Nettoerlöse konnten vor allem aus dem Effekt der erstmalig für 12 Monate konsolidierten PGV Salzburg um CHF 86.9 Mio. auf CHF 555.3 Mio. gesteigert werden. Ohne diesen Konsolidierungseffekt ergibt sich ein Umsatzrückgang von 2.8%. Die Abnahme der EBIT-Marge von 6.4% auf 4.3% beruht auf der verzögerten Anpassung der Kosten an die rückläufigen Erträge aus dem Schweizer Pressegeschäft.
Valora Trade, der Produktions- und Handelsbereich, weist bei Nettoerlösen von CHF 805.7 Mio. einen Umsatzrückgang von CHF 92.1 Mio. aus – zum grössten Teil bedingt durch die im Vorjahr erfolgten Devestitionen. Das operative Ergebnis beträgt CHF 29.6 Mio., was nach Bereinigung der Devestitionseffekte 2004 einem Rückgang von 15.2% entspricht.
Der neu geschaffene einheitliche Marktauftritt in Skandinavien ermöglicht Valora einen einzig-- artigen Zugang zu 24 Millionen Konsumenten in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.. Die klare Positionierung als zuverlässiger Partner für die Distribution und die Vermarktung von starken Marken hat bereits zu einer Belebung des Neugeschäfts geführt. Noch im Laufe des Berichtsjahres konnten neue Principals akquiriert und Marktanteile hinzugewonnen werden. Seit Januar 2006 treten auch die Gesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich einheitlich unter der Marke Valora Trade auf. Die Produktionsgesellschaften setzen auf Produkt- sowie Verpackungsinnovationen. Durch effiziente Markenführung und zusätzlichen Aktivitäten in neuen Märkten verbesserten sie ihre Marktposition.
Schlechter als erwartet hat sich der Bereich Valora Imaging entwickelt. Der Wandlungsprozess im technologischen Bereich beeinflusste die Profitabilität und belastete dadurch auch den Verkaufsprozess erheblich.
Ausblick
Aufgrund der Entwicklung des ersten Quartals rechnen wir mit Nettoerlösen von rund CHF 2.8 Mia. und einem operativen Betriebsergebnis zwischen 2.8% und 3% des Nettoerlöses. Nachdem die wesentlichen Devestitionen vollzogen sind, kann sich Valora nun intensiv auf die wichtigen Projekte und Initiativen im kleinflächigen Einzelhandel, im Pressegrosshandel sowie in der Vermarktung und im Vertrieb von Markenprodukten (Fast Moving Consumer Goods) konzentrieren. Grösste Aufmerksamkeit wird dabei dem Kioskgeschäft sowie dem Pressegrosshandel Schweiz gewidmet. Valora Trade gilt aber weiterhin als wichtiges Standbein mit einem stabilen Renditebeitrag. Damit steht inskünftig auch das Wachstum wieder im Zentrum unserer Arbeit, „insbesondere in den Kernbereichen, in denen wir glaubwürdig sind und Kompetenz haben“, so Valora-CEO Peter Wüst. Im Vordergrund steht dabei der kleinflächige Einzelhandel an Hochfrequenzlagen, wobei sich allfällige Expansionspläne auf Europa beschränken werden.
Personelle Veränderung im Verwaltungsrat
An der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung läuft das Verwaltungsratsmandat von Frau Hanne de Mora ab. Sie stellt sich aus persönlichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Der Verwaltungsrat beantragt Dr. Felix Weber als neues Mitglied des Verwaltungsrates zu wählen.
- Medienmitteilung (pdf, 163.03 KB)




