News/Informationen

24.08.2006

Valora: Bestätigung der Trendwende

Deutliche Steigerung von Betriebsergebnis und Reingewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode - Kostenmassnahmen greifen – herausforderndes zweites Halbjahr.

Der international tätige Schweizer Handelskonzern Valora kann weitere Erfolge aus dem eingeleiteten Restrukturierungsprogramm vorweisen. Die Gruppe konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit rund CHF 1.4 Mia. leicht steigern. Das Betriebsergebnis wurde mit CHF 39.3 Mio. gegenüber Vorjahr verdoppelt und der Reingewinn mit CHF 26.6 Mio. verdreifacht. Diese Resultate zeigen, dass die eingeleiteten Kostensparmassnahmen und die Restrukturierung der Retail-Aktivitäten in der Schweiz erste Früchte tragen.
Die Steigerung des Nettoerlöses ist hauptsächlich Valora Trade zuzuschreiben. Valora Press & Books konnte die Umsätze um CHF 3.0 Mio. oder 1.1% steigern, wogegen Valora Retail eine Reduktion um CHF 11.5 Mio. bzw. 1.4% aufgrund der Verkaufsstellen-Schliessungen hinnehmen musste. Die erfreuliche Zunahme im Betriebsergebnis von CHF 19.6 Mio. erhöht die EBIT-Marge auf 2.7%.

"Der Erfolg der Kostensenkungs- sowie die spezifischen Verbesserungsmassnahmen im Kioskgeschäft zeigen, dass wir mit der Restrukturierung unseres Kerngeschäfts auf dem richtigen Weg sind" sagt Peter Wüst, CEO von Valora. Die eingeleiteten Massnahmen müssen weiterhin mit grosser Anstrengung vorangetrieben werden, um die gesetzten Renditeziele zu erreichen. Zur Optimierung der Geschäfts- und der Logistikprozesse hat der Verwaltungsrat ein neues Warenwirtschafts-System wie auch moderne elektronische Kassen für alle Verkaufsstellen bewilligt. Die Projekte sind erfolgreich angelaufen.

Valora Retail
Bei Valora Retail reduzierten sich die Nettoerlöse vor allem aufgrund der Schliessung von unrentablen Verkaufsstellen bei k kiosk und der Rentabilisierung der Grosshandelsaktivitäten. Demgegenüber konnte mit der Übernahme von 6 neuen Filialen bei Valora Retail Deutschland eine Steigerung des Umsatzes um CHF 7.1 Mio. erzielt werden. Die Aktivitäten in Luxemburg entwickeln sich weiterhin erfreulich. Die Panini-Sammelbilder zur Fussball-Weltmeisterschaft waren in allen Ländern ein Verkaufserfolg, der die Erwartungen übertroffen hat. Ausschlaggebend für das verbesserte Betriebsergebnis waren jedoch vor allem die wirkungsvollen Kostensenkungsprogramme.

ValoraTrade

Zur Umsatzsteigerung von 6.3% haben sowohl die Distributions- wie auch die Produktionsgesellschaften beigetragen. Vor allem die Gewinnung von neuen Principals in Skandinavien sowie die neu lancierten Produkte von Roland und Kägi zeigten erste erfreuliche Resultate. Das Betriebergebnis konnte mit der Umsatzentwicklung noch nicht Schritt halten. Zum einen trägt die Distribution Aufbaukosten für die Entwicklung des gemeinsamen Marktauftrittes und der einheitlichen Systeme, zum andern verursachte die Einführung neuer Produkte und Verpackungen bei Own Brands einmalige Mehrkosten.

Cash Flow

Der operative Cash Flow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens konnte um CHF 16 Mio. gesteigert werden. Die Erhöhung des Nettoumlaufvermögens durch den Aufbau der Geschäftsaktivitäten von Valora Trade, veränderte Zahlungsflüsse und die Verwendung von Restrukturierungsrückstellungen führten zu einem vorübergehenden negativen operativen Cash Flow.Der Verkauf von Valora Imaging, ein Grundstückverkauf in Österreich (PGV) und die Veräusserung von Verkaufsstelleneinrichtungen kompensieren den Mittelabfluss durch Investitionen.

Bilanzstrukturen
Das Eigenkapital bleibt nach der Dividendenausschüttung von CHF 29 Mio. mit CHF 515 Mio. praktisch unverändert. Die Eigenkapitalquote erhöht sich von 37.8% auf 40.1%.

Personelle Veränderungen in der Konzernleitung

Am 1. Juni hat Manfred Zipp die Leitung der Division Valora Retail übernommen. Seit dem 1. Juli leitet Christian Schock die Division Press & Books.

Aussichten für den Jahresabschluss 2006
Das verbesserte Ergebnis im ersten Halbjahr ist vor allem durch Anstrengungen auf der Kostenseite erreicht worden. Das zweite Halbjahr wird von der Herausforderung geprägt sein, die eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen, vor allem auf der Umsatz- und Ertragsseite, in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld erfolgreich voran zu treiben. Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung erwarten für das laufende Jahr ein operatives Betriebsergebnis zwischen 2.8% und 3% vom Umsatz und halten am Ziel fest, im Verlaufe des Jahres 2007 eine operative Marge von 4% zu erreichen.