09.01.2008
09.01.2008

Sehr geehrte Aktionärin,
Sehr geehrter Aktionär,
Ihre Valora, die in ihrem 103. Geschäftsjahr tätig ist, hat turbulente Monate hinter sich. Insbesondere das Halbjahresergebnis, welches im August 2007 veröffentlicht wurde, enttäuschte sowohl die Aktionäre als auch den Verwaltungsrat und das Management. Die Resultate des dritten Quartals 2007 und der letzen Monate deuten allerdings auf eine klare Erholung hin.
Eine Gruppe von kritischen Aktionären unter der Führung des Zuger Investmentfonds GoldenPeaks Capital Partners forderte indes die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung (a.o. GV). Über die Medien liess diese Gruppe verlauten, sie wolle einen Wechsel im Präsidium des Verwaltungsrates erzwingen. Auch einzelne weitere Aktionäre gelangten an Valora mit dem Antrag eine a.o. GV durchzuführen. Unter Berücksichtigung dieser Anträge und Gespräche mit zahlreichen Aktionären beschloss der Verwaltungsrat Ende November eine a.o. GV durchzuführen, um Zuwahlen in den Verwaltungsrat vorzunehmen. Daraufhin trat Dr. Fritz Ammann als Verwaltungsratspräsident zurück. Der Verwaltungsrat bedankt sich bei Fritz Ammann für dessen Einsatz, den er während sieben Jahren für Valora geleistet hat. Zur neuen Präsidentin des Verwaltungsrates wurde Beatrice Tschanz Kramel gewählt, die dem Gremium seit dem Jahr 2000 angehört.
Die ausserordentliche Generalversammlung findet am Mittwoch, den 30. Januar 2008, um 14.30 Uhr, in der Arena des Kursaals in Bern statt. Einziges Traktandum ist die Zuwahl von Mitgliedern des Verwaltungsrates der Valora Holding AG.
Valora hat die Nominierung mehrerer Kandidatinnen und Kandidaten erhalten. Die Aktionäre GoldenPeaks Capital Partners AG, GoldenPeaks Capital Management Ltd, Pictet Funds SA, Pictet Funds (Europe) SA, Pictet Funds (LUX) SICAV, The Alphanatics Fund und 3V Asset Management AG schlagen die Wahl der Herren Rolando Benedick, Markus Fiechter und Adriano Agosti vor. Die Aktionärin Geltrude Renzi schlägt ihre eigene Wahl vor. Der Valora-Verwaltungsrat selbst nominiert zusätzlich Herrn Conrad Löffel.
Zur Beurteilung der Kandidaturen und Kandidaten hat der Valora-Verwaltungsrat in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit Investoren geführt, die kleinere oder grössere Aktienpositionen halten. Er hat auch alle Kandidatinnen und Kandidaten persönlich ausführlich angehört. Aufgrund dieser Gespräche fühlt der Verwaltungsrat sich in seiner Beurteilung bestätigt, dass eine Erneuerung des Valora-Aufsichtsgremiums sinnvoll ist.
Er beantragt Ihnen, sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär, die Zuwahl folgender Persönlichkeiten:
Der Valora-Verwaltungsrat beantragt ferner, Herr Adriano Agosti und Frau Geltrude Renzinicht zu wählen.
Adriano Agosti ist ein Vertreter des Aktionärs GoldenPeaks Capital Partners AG, eines Anlagefonds, der rund 4% der Valora-Aktien besitzt. Eine Einsitznahme in den Verwaltungsrat würde bei dieser Kapitalbeteiligung somit eine Übervertretung bedeuten, zumal auch die beiden Kandidaten Rolando Benedick und Markus Fiechter von GoldenPeaks Capital Partners AG portiert wurden. Ausserdem ist eine Doppelrolle als Verwaltungsrat und Fondsverwalter aus Gründen einer guten Unternehmensführung (Corporate Governance) und möglicher Interessenskonflikte nicht vertretbar.
Geltrude Renzi ist Geschäftsführerin und Verwaltungsrätin der Renzi AG, einer im Klein- und Großhandel tätigen Gesellschaft. Ihre spezifischen Handelskenntnisse sind im Verwaltungsrat bereits gut abgedeckt.
Mit der Zuwahl der Herren Löffel, Benedick und Fiechter verstärkt sich der Valora- Verwaltungsrat. Er verfügt, wenn sie dem Gremium angehören, über ein Spektrum von Kompetenzen, das auf die Geschäftsfelder von Valora abgestimmt ist. Indem sich der Verwaltungsrat personell erneuert, gibt er zum Ausdruck, dass er auch für strategische Erneuerungen offen ist, falls diese sinnvoll sind. Der neu zusammengesetzte Verwaltungsrat wird die heutige Strategie des Konzerns analysieren und sodann Vor- und Nachteile sämtlicher strategischer Optionen prüfen. Ziel ist es, die geeignete Strategie mit Nachdruck umzusetzen und damit Profitabilität und Wachstum für Valora nachhaltig abzusichern.
Der Verwaltungsrat hält indessen fest, dass Valora ein gesundes Unternehmen ist, der Konzern profitabel arbeitet und einen beachtlichen Cash-Flow sowie eine solide Bilanzausweist. Der Unternehmensgewinn bewegt sich in einer Höhe, welche die stetigeAusschüttung einer stattlichen Dividende erlaubt. Im Gegensatz zu den enttäuschenden Resultaten des ersten Halbjahres 2007 entwickelten sich Umsatz und Ertrag im zweiten Halbjahr erfreulich positiv. In Zukunft gilt es, das Potenzial der Valora-Gruppe konsequent auszuschöpfen.